Anderthalb Stunden mit Sigmar Gabriel im Rahmen des Mentoringprogrammes

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Im Rahmen des durch Marcel Riethig organisierten Mentoringprogrammes von Jusos kam es am Mittwoch den 08.12.2010 zu einem Treffen von uns Bovender Jusos und einer Gruppe aus der Duderstädter SPD mit Sigmar Gabriel. Da das Treffen in Sigmars Heimatstadt Goslar stattfand, trafen sich unsere Gruppen vorab am Bahnhof in Göttingen, um mit der Bahn ins verschneite Goslar zu gelangen. Unter großer Vorfreude auf den Vorsitzenden der SPD diskutierten und unterhielten wir uns schon im Zug ausgiebig über aktuelle Themen der Politik, auf die wir auch Sigmar später ansprechen wollten.


Herzlich wurden wir dann im Parteihaus der Goslarer SPD empfangen, obwohl wir eine halbe Stunde zu früh an der Stelle des Treffens waren. Der uns servierte Kaffee und die Weihnachtsplätzchen ließen mit der Zeit unsere Nervosität und Anspannung auf einen Politiker, der sehr oft stimmgewaltig das sagt, was er denkt, verschwinden. Dann läutete mit einem Male die Klingel des SPD Parteihauses und wenige Augenblicke später stand auch schon ein unglaublich leger gekleideter Sigmar Gabriel im Raum. Noch bevor er sich wirklich vorstellte, fragte er uns erst einmal, mit wem er es den zu tun habe, woher wir kommen und was wir in schulischer oder beruflicher Hinsicht so alles machen. Des Weitern interessierte ihn scheinbar brennend, warum wir in die SPD bzw. die Jusos eingetreten sind. Dazu sollten wir Dinge nennen, die wir an der SPD als schlecht oder gut erachten. Nachdem auch Sigmar sich vorgestellt hatte, hatten wir Zeit Fragen zu stellen und offen mit ihm zu diskutieren. Das Thema „Rente mit 67“, dass ihm scheinbar ganz besonders am Herzen lag, stellte er allerdings als erstes in den Raum. Wieder wurden wir gefragt was wir davon halten und ob wir der Position der SPD zustimmten. Im Anschluss erläuterte Gabriel seine Bewegründe gegen eine Rente mit 67, wobei er scharf Ursula von der Leyens Rechnungen kritisierte, da diese nicht das Bild der Wirklichkeit wiederspiegelten. Zu wenige Menschen könnten, laut Gabriel, im vorgeschrittenem Alter noch eine Umschulung machen, wobei an harte körperliche Arbeit nicht mehr zu denken sei. Von uns wurden des Weitern die Themen Integration, Sarrazin, Bildungs- und Gesundheitspolitik angesprochen, zu denen sich Gabriel teils ausführlich äußerte.
Mit dem überraschend lockerem und zu Späßen aufgelegten Politiker hätten viele von uns noch Stunden lang diskutieren können, doch obwohl anderthalb Stunden eine lange Zeit sind, gehen auch diese leider irgendwann einmal vorbei. Und so musste auch Sigmar wieder weiter zum nächsten Termin, obwohl er seinen „freien Tag“ hatte. Noch schnell machten wir ein Abschlussfoto mit Sigmar, ehe dieser durch die Goslarer Innenstadt davonschlenderte. Dies tat er jedoch nicht, ohne uns vorher auf unserer Liste zur „Steuer gegen Armut“ eine Symbolträchtige Unterschrift zu geben und zu erklären, in Welche Richtung es zum „sehr schönen“ Goslarer Weihnachtsmarkt ginge.


Insgesamt hatten wir es mit einem ruhigen und sehr freundlichen Sigmar Gabriel zu tun, der sich zwischen einem strammen Terminplan tatsächlich Zeit für uns genommen hat. Für das sehr freundliche und offene Gespräch mit unserer Gruppe möchte ich mich stellvertretend herzlich bei Sigmar Gabriel bedanken, für einen Tag, den wir wohl so schnell nicht vergessen werden.

 

Vielen Dank Sigmar!
 

 
Sigmar Gabriel mit erhobenem Finger
Sigmar Gabriel mit erhobenem Finger
Unsere Gruppe mit Sigmar
Unsere Gruppe mit Sigmar
Unsere Gruppe mit Sigmar
Unsere Gruppe mit Sigmar
Unterschrift zur "Steuer gegen Armut"
Unterschrift zur "Steuer gegen Armut"